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In Deutschland ist der Markt für Immobilien in einer Phase angekommen, in der die Preise keinen Halt mehr kennen. Zumindest gilt dies für Metropolen und Großstädte. Wohnungen, Häuser, Grundstücke – die Besitzer verkaufen sie mittlerweile für astronomische Preise. Auch in Sachen Vermietung sieht es ähnlich aus. Menschen stehen Schlange für gute Immobilien und reißen sich um gute Objekte.

Grundsätzlich ist ein solcher Markt beruflich gesehen immer gut für alle jene, die in diesem Bereich arbeiten. Hauptprofiteure waren in den letzten Jahren von allem Baufirmen und Immobilienmakler. Warum? Weil es eine riesige Nachfrage nach Immobilien gibt, dennoch waren die Verkäufer geneigt ihr Haus oder ihre Wohnung nicht von allein zu verkaufen, sondern einen Makler einzuschalten, der ihnen diese lästige Arbeit abnimmt.

Was heißt das jetzt für all jene, die gerne einen Berufswechsel tätigen möchten in diese Branche hinein? Lohnt es sich jetzt umzusteigen und Immobilienmakler zu werden? Liegt da das ganz große Geld?

Anhand eines exemplarischen Fallbeispiels am repräsentativen Markt von Bielefeld zeigen wird, dass das nicht ganz so einfach geht.

Immobilienmakler in Bielefeld – lohnt sich das?

Bielefeld ist einer der Städte in Deutschland, die in die sogenannte B-Liga gehören. Das sind diejenigen Orte, die nicht zu den Metropolen zählen, wie zum Beispiel: Berlin, Frankfurt, München oder Köln usw.

In Städten wie Bielefeld haben sich die Preise ebenfalls drastisch erhöht. Allerdings nicht ganz so deutlich, wie in der A-Liga. Das heißt, ein Immobilienmakler Bielefeld verdient nicht gleich viel bei einer erfolgreichen Vermietung oder einem Verkauf. Grund dafür ist, dass Provisionen immer in Prozent vom Umsatz berechnet werden. Grundsätzlich ist der Verdienst für die gleiche Arbeit damit niedriger, als bei den Kollegen aus den großen Städten.

Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass der Markt nicht erst seit kurzer Zeit so aktiv ist. Auch in Bielefeld besteht der Trend zu steigenden Preisen seit längerem. Dementsprechend wurden viele Menschen von dieser Branche angelockt. Manche davon mehr oder weniger kompetent und vielleicht auch nur wenig professionell. Grund dafür war, dass der Beruf nicht geschützt ist. Immobilien vermitteln darf im Grunde jeder, unabhängig vom Schulabschluss. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass sich der Markt auch in Bielefeld gut gesättigt hat.

Nach einer Phase der goldenen Jahre, kamen seitens der Regierung einige Hürden, die sich bundesweit ausgewirkt haben. So auch in Bielefeld. Per Gesetz wurde beschlossen, dass bei einer Vermietung von Immobilien immer die Partei den Makler bezahlt, die ihn bestellt hat. Für Verkäufe galt dies zunächst nicht. Mit einem Schlag verloren viele Makler ein wichtiges Standbein. Zwei Kaltmieten waren fällig für eine vermittelte Miet-Immobilie. Ab der Gesetzesänderung sollte eigentlich der Vermieter diese bezahlen. Doch daraufhin begannen immer mehr Besitzer ihre Objekte eigenständig zu vermieten. Bei einer solch massiven Nachfrage brauchte man ohnehin keine professionelle Ausschreibung tätigen. Wohnungen und Häuser gingen weg wie warme Semmeln.

Dieser Umstand führte dazu, dass sich der Arbeitsmarkt in Bielefeld direkt und im ganzen Raum Bielefeld immer mehr ausdünnte. Meist waren es große Agenturen, die sich halten konnten, weil ihre Kostensituation die effizienteste war.

Im Dezember 2020 folgte der nächste Schlag für die Immobilien Branche. Ab diesem Zeitpunkt teilen sich beide Kunden des Maklers die Gebühr beim Kauf einer Immobilie. Vorher war diese ausschließlich vom Käufer zu entrichten.

Fazit

Selbst mittelgroße Städte wie Bielefeld bieten einen attraktiven Immobilienmarkt. Die Nachfrage ist groß, Umsatz könnte reichlich fließen. Allerdings ist es so, dass heute vor allem große Maklerbüros davon profitieren oder diejenigen, die in ihrer Stadt in riesiges Netzwerk aus persönlichen Beziehungen unterhalten. Erfolgreiche Neueintritte in einen solchen Markt sind äußerst schwierig zu meistern.