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Maschinenbau, Informatik oder Bauingenieurwesen sind als Studium eine gut Möglichkeit, um sich eine gute Existenz aufzubauen. Vermutlich werden Sie bei technisch ausgerichteten Firmen immer gut unterkommen und Arbeit finden. Gehaltlich stehen die Chancen auch optimal, um im oberen Durchschnitt der Gesellschaft anzukommen. Dennoch erreicht man manchmal noch mehr im Leben, wenn man auf eine exotische Nische setzt. Wir stellen eine solche vor: das Studium als Bootsbauer.

Als Bootsbauer arbeiten – warum?

Sich beruflich in einer Nische zu positionieren birgt Chancen und Risiken. Wenn Sie sich für maritime Technik entscheiden, dann ist das eine solche. Denn Schiffbau ist eine Branche, der man in Europa keine allzu großen Perspektiven zuschreibt. Grund dafür ist die Konkurrenz aus Asien. Andererseits gibt es auch in diesem Bereich einige Firmen, die sich auf bestimmte Bereiche spezialisiert haben und sich dort gut schlagen. Da wäre zum Beispiel Beneteau aus Frankreich, Cranchi aus Italien oder Bavaria, Hanse, Keser aus Deutschland. Darüber hinaus es gibt noch zahlreiche mehr. Die meisten der genannten haben sich darauf ausgerichtet Motorboote und Yachten zu fertigen. Häufig individuell angepasst an die Vorstellungen ihrer Kunden.

Heißt also: der Markt ist da. Nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen EU gibt es Chancen bei guten Firmen anzudocken. Bootsbau zu studieren wäre eine Art Eintrittskarte in eine kleine aber feine Welt, in der die Verhandlungsmacht derzeit noch mehr auf Seiten der Arbeitnehmer liegt als sie im technischen Bereich eh schon ist. Finanziell und karrieretechnisch tun sich hier verlockende Optionen auf.

Die Ausbildung als Bootsbauer / Schiffbauer

Zum einen gibt es in diesem Berufszweig eine berufliche Ausbildung, die sich auf den Bau von Booten und Schiffen spezialisiert hat. Innerhalb dieser können die Azubis zwischen Schwerpunkten wählen: Neubau, Ausbau, Umbau und Yachttechnik.

Neben der Ausbildung gibt es einen Studiengang speziell für Schiffbau. Dieser endet mit dem Abschluss als Bachelor of Engineering. Je nach Interessen, können Sie auch einen Master drauflegen.

Möglich wird das an diesen Studienorten in Deutschland:

  • TU Harburg
  • FH Kiel
  • Uni Rostock
  • Hochschule Bremen
  • TU Berlin
  • FH Flensburg – Schleswig-Holstein
  • HS Bremerhaven
  • Uni Essen-Duisburg

An manchen davon lässt sich die Hochschul-Ausbildung als Fernstudium absolvieren oder als duales Studium.

Je nach Hochschule sind die Zugangsvoraussetzungen etwas anders. An den Universitäten ist eine allgemeine Hochschulreife erforderlich. Bei den FH´s, die sich mittlerweile Hochschule für angewandte Wissenschaften nennen, ist eine Fachhochschulreife die Mindestvoraussetzung. Ein kleiner Sonderweg bietet sich aber noch über die Einstufungsprüfung zur Sonderzulassung. Hier können sich Menschen einen Platz ergattern, die bereits lange Zeit in einem technischen Beruf arbeiten.

Einen Nummerus Clausus gibt es in diesem Zweig normalerweise nicht. Es ist eher so, dass die Hochschulen sich freuen, wenn die Hörsäle gut gefüllt sind.

Als zusätzliches Kriterium zur Aufnahme wird ein 13-wöchiges Praktikum in einer Werft genannt. Das ist natürlich sehr speziell. Es reicht also nicht aus nur bei einem Unternehmen zu arbeiten, das in einem anderen Bereich der Technik aktiv ist. Für angehende Studenten heißt das: Schiffbau und Meerestechnik studiert man nicht spontan. Wer sich in diesem Bereich einen Bachelor-Titel erarbeiten möchte, der sollte sich am besten schon vor den Abiturprüfungen daran machen einen Praktikumsplatz zu erhalten, der nahezu direkt im Anschluss startet. Nur so schaffte man es 13 Wochen zu absolvieren, bevor das erste Semester losgeht.

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