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Rente gibt es mit 67, zumindest vorerst. Da könnten schon noch ein paar Jährchen draufgepackt werden. Pro Woche 30-40 Stunden arbeiten, das gehört allgemein zur Regel. So alles in allem verbringen Mitarbeiter ein gutes Stück Lebenszeit in einem Unternehmen. Da ist es verständlich, wenn jeder beim Top Arbeitgeber seiner Branche versucht unterzukommen.

Stellt sich nur die Frage, wie man ein solches Top Unternehmen erkennt? Wie werden solche Rankings für Arbeitgeber überhaupt erstellt? Und wie hoch ist die Aussagekraft? Was kann man als Bewerber wirklich erwarten?

Top Arbeitgeber in Deutschland

Was macht ein Unternehmen zu einer Top Firma, die sich zu den besten Arbeitgebern des Landes zählen kann? Früher war es nur der gute oder schlechte Ruf, den jemand hatte. Später ging man dazu über Zertifizierungen nach festen Kriterien durchzuführen. Grund dafür war, dass vor allem DAX-Unternehmen wie Daimler, BMW Group, SAP, Siemens usw. immer internationaler wurden. Sie waren einem immer härteren Konkurrenzkampf ausgeliefert. Daher versuchten sie möglichst viele Talente an sich zu binden, um auf dem Weltmarkt bestehen zu können. Hierfür mussten sie Bekanntheit aufbauen und besonders gute Konditionen anbieten. Also tue Gutes und rede darüber.

Verschiedene Institute fingen damit an Zertifikate anzubieten, um ihnen diesen Wunsch nach Publicity erfüllen zu können. Das Employer Branding war geboren. Ziel war und ist es eine Arbeitgebermarke zu werden, von der sich die besten Fachkräfte magisch angezogen fühlen. Heute gibt es hierfür unterschiedliche Auszeichnungen:

  • Great Place to Work Zertifikat
  • Top Arbeitgeber nach DIQP
  • TÜV – Ausgezeichneter Arbeitgeber
  • FOCUS Business Award
  • Randstad Top Employers

… und noch einige mehr. Diese Rankings gehören zu den bekanntesten. Die Auszeichnungen werden immer wieder erneuert. Die besten Arbeitgeber 2019 sind meistens die gleichen wie die Arbeitgeber 2018 usw. Zudem sind diese Titel nicht exklusiv beschränkt auf eine Top 10. Theoretisch könnte jede Firma solche Auszeichnungen erhalten. Dafür müssen sie lediglich den strengen Kriterien des Zertifikat-Ausstellers entsprechen. Und natürlich eine gehörige Menge Geld auf den Tisch legen.

Zu den Kriterien gehören Punkte, die angehenden Mitarbeitern in der Regel am wichtigsten sind bei ihrer Bewerbung:

  • Work-Life-Balance
  • Familienfreundlichkeit
  • Gehalts-Stuktur
  • Gleichstellung von Frauen
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Aufstiegschancen
  • Mitarbeiterzufriedenheit

Nur um einige zu nennen. Was man anhand dieser Dinge nicht beurteilen kann, das ist die Unternehmenskultur. Sind die Manager sehr wettbewerbsorientiert und heizen die Konkurrenz an? Oder geht es sozial zu? Das lässt sich mit Zahlen nicht wirklich darstellen.

Top Unternehmen im Bereich Architektur

Unsere Kollegen aus dem Bereich Architektur interessieren sich natürlich auch dafür, wer auf ihrem Gebiet zu den besten Anlaufstellen für einen Job gilt. Problem ist nur, dass die meisten Architekturbüros hierzulande nicht das Kapital haben, um sich solche teuren Embleme auf die Brust nähen zu dürfen. Nur die allergrößten. Viele attraktive Arbeitgeber können sich diese Zertifizierung gar nicht leisten und fallen durchs Raster.

Gerade deshalb sollte man als Arbeitnehmer immer ein bisschen Rest-Skepsis behalten. Alternativ können Sie eine Firma auch auf Portalen ausspähen, auf denen die Beschäftigten anonyme Urteile hinterlassen können. Denn das kostet nichts. Kununu wäre zum Beispiel eine solche Seite. Halten Sie dort nach guten Bewertungen Ausschau und lesen Sie sich die Kritiken durch. Dann werden Sie schon merken, ob sich ein Job dort vielversprechend anhört, oder ob Sie die Finger davon lassen sollten. Andererseits sollte man auch da im Hinterkopf behalten, dass es meist die Ex-Mitarbeiter sind, die sich an ihren Ex-Chefs rächen möchten. Einhundertprozentige Sicherheit gibt es daher leider nie. Dennoch ist es deutlich mehr als nichts zu wissen.

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