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Nachhaltige Mobilität: Elektro Auto laden zuhause

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Am Thema Elektroauto kommt inzwischen niemand mehr vorbei. Nicht nur Firmen stellen ihre Mobilität komplett auf Elektro Transporter oder Elektro Nutzfahrzeuge um, auch in die heimischen Garagen halten Elektrofahrzeuge Einzug. Auto laden zuhause: Wie kann dies gelingen und was müssen Sie für die Infrastrukturplanung beachten? Welche Herausforderungen es mit sich bringt, Ihr E-Auto zu Hause mit Strom zu versorgen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Herausforderungen für Architekten beim Auto laden Zuhause

Zunächst einmal benötigt die heimische Garage oder der Stellplatz die richtige Stromversorgung. Das Laden an einer normalen Schutzkontaktsteckdose (oder auch kurz Schuko-Steckdose) ist zwar grundsätzlich möglich, allerdings sollte dies nur in absoluten Notfällen gemacht werden. Die Haushaltssteckdosen sind nur für den Hausgebrauch gedacht und halten dem maximalen Bemessungsstrom von 16 Ampere nur begrenzt stand. Wenn Sie zum Beispiel einen Elektro Transporter über mehrere Stunden laden, entsteht ein erhöhter Widerstand im Stromkreis: Die Folge ist eine starke Erwärmung des Anschlusses. Einen gesonderten Anschluss zu planen, ist hier eine der wichtigsten Brandschutzmaßnahmen.
Natürlich können Sie das Auto an einer Schutzkontaktsteckdose, jedoch mit weniger Ampere und deutlich langsamer zu laden lassen. Dies ist jedoch in Bezug auf Brandschutzmaßnahmen auch nicht optimal und das Laden kann teilweise bis zu 24 Stunden dauern.

Wenn Sie für Ihre Garage einen Umbau oder Neubau planen, sollten im ersten Schritt schon die Gebäudeentwürfe auf die Lademöglichkeiten in Ihrem Zuhause zugeschnitten sein. Wo müssen Leitungen gelegt werden? Müssen Durchbrüche, Grabungen oder sonstige Arbeiten durchgeführt werden? In jedem Fall ist es wichtig, dass der Anschluss sich an einer separat abgesicherten Leitung zum Hausstrom befindet und beide Leitungen voneinander getrennt sind. Es sollte auch mindestens eine Sicherungseinrichtung vorhanden sein.

Die am häufigsten zu Hause genutzten Ladestationen sind sogenannte Wallboxen. Wie der Name schon vermuten lässt, ist hier ein spezieller für Fahrzeuge gedachter Stromanschluss in der Wand verbaut. Eine Wallbox lässt sich in der Garagenwand oder draußen an der Hauswand, einbauen. Die Lösung ist also auch dann unproblematisch, wenn Ihr Autostellplatz draußen ist und keine Überdachung hat.

Zu beachten ist, dass die Wallbox in und an der Wand genug Platz hat und entsprechend an die passende Stromversorgung angeschlossen ist. Sie sollte außerdem nicht selbst, sondern von einem Fachmann, wie zum Beispiel einem Elektroinstallateur installiert werden. Der Betrieb, der die Installation vorgenommen hat, haftet für einen fachgerechten Einbau – wenn im Nachhinein ein Defekt auftreten sollte, sind Sie hier auf der sicheren Seite. Die Fachpersonen melden den Stromanschluss zudem beim Netzbetreiber an, dies müssen Sie nicht selbst übernehmen.

Elektrofahrzeuge und Ladesysteme beim Auto laden Zuhause

Eine Wallbox lädt das Fahrzeug mit Wechselstrom (AC). In den meisten Fällen wird das Ladekabel für das Elektrofahrzeug angeschlossen. Auf Wunsch können jedoch bei den meisten Herstellern auch Ladekabel mitgeliefert werden. Die Kabel sind genormt, es wird immer ein handelsüblicher Typ2-Stecker verwendet. Alle in Europa zugelassenen Ladestationen sind mit einem Leitungsschutzschalter ausgerüstet – so ist die Station jederzeit vor Überlastung geschützt.

Smarte Ladestationen sind besonders komfortabel für den Benutzer. Die Stationen werden mit dem heimischen W-LAN verbunden. Per App können Sie mit dem Mobiltelefon auf die Smart-Station zugreifen und alles im Blick behalten. Sie können direkt den Akkustand der Batterien einsehen, ebenso die Zeit, die für das Aufladen noch eingeplant werden muss. Gleichzeitig kommuniziert die smarte Ladestation direkt mit dem Netzbetreiber, der dann weiß, welche Strommenge benötigt wird und dann den Ladevorgang automatisch optimiert. Letzteres ist vor allem dann wichtig, wenn in Zukunft sehr viele Verbraucher auf Elektrofahrzeuge umstellen und das Stromnetz deutlich stärker belastet wird.

Zukunftsorientierte Planung für nachhaltige Mobilität

Die schnelle Entwicklung in Richtung Elektromobilität ist eigentlich wünschenswert und ein sehr gutes Zeichen in Bezug auf den Klimaschutz. Allerdings geht die Entwicklung so schnell voran, dass Städte und Gemeinden nicht schnell genug mit der Planung hinterherkommen und es noch einige Umstrukturierungen und ganz neue Konzepte braucht, um in Zukunft Probleme zu vermeiden. Die Verfügbarkeit von mehr öffentlichen Ladestationen ist nur eine von vielen Maßnahmen. Die wünschenswerte Zukunft, in der man endlich weg von Öl und Gas, hin zu sauberen Strom kommt, setzt voraus, dass dieser Strom auch irgendwo herkommen muss. Wenn plötzlich jeder – egal ob Privatperson oder Geschäftsleute – auf Elektrofahrzeuge umstellt, kann das Stromnetz diesen Mehrverbrauch bei weitem nicht fassen. Die Betreiber sind gefragt, sie müssen deutlich mehr (möglichst saubere) Energie produzieren.

Solarenergie

Helfen kann dabei jeder Eigenheimbesitzer: Längst kann der Strom für das Elektroauto auf dem Dach gewonnen werden. Wenn Sie eine Solaranlage besitzen (oder über den Kauf einer solchen nachdenken), steht nicht nur mehr Energie für Ihr Fahrzeug zur Verfügung, Sie können auch viel Geld sparen. Sicherlich ist es je nach Größe der genutzten Fläche für die Solarmodule und Kapazität der Batterien nicht immer möglich, den gesamten Energiebedarf abzudecken. In den dunklen Wintermonaten muss noch viel Energie von extern fließen.
Auch sollten Sie bedenken, dass Elektroautos selten tagsüber laden: In der sonnigen Mittagszeit sind viele Leute auf der Arbeit und erst Abends kann das Fahrzeug wieder zu Hause an die Steckdose. Viele Arbeitgeber stellen schon jetzt besondere Stellplätze mit Wallboxen bereit. Für alle Angestellten einer großen Firma wird das jedoch bei weitem nicht reichen.
Hier muss noch viel passieren, aber sicherlich ist das Subventionieren von sauberer Energie für jeden Einzelnen ein wichtiger Schritt, um Energie zu gewinnen.

Im öffentlichen Raum sind Städteplaner und Architekten angehalten, möglichst energieeffizient zu planen und auch – wo immer es möglich ist – Energie zu produzieren. Das gelingt ebenfalls am effizientesten mit Solarmodulen, oder eventuell auch kleineren Windkraftwerken.

Fazit

Das Elektrofahrzeug zu Hause zu laden, ergibt Sinn: Statt auswärts nach einer Lademöglichkeit zu suchen und hier dann noch lange zu warten, ist es deutlich komfortabler, das Auto in der eigenen Garage zu laden. Dies sollte nicht an einer normalen Schutzkontaktsteckdose gemacht werden, besser ist die Installation einer Wallbox, die zusätzlich abgesichert ist – Stichwort Brandschutzmaßnahmen. Es gibt einige planerische und bauliche Herausforderungen, um die sich ein ausgebildeter Elektroinstallateur kümmern sollte – er haftet für eventuelle Defekte und kann sich um die Wartungen kümmern.

Wenn Sie in smarte Ladestationen investieren, haben Sie Ihren Stromverbrauch und den Ladestand Ihres Fahrzeuges noch besser im Blick. Die smarten Wallboxen lassen sich über eine Handyapp kontrollieren und steuern. Zusätzlich kommuniziert die smarte Wallbox mit dem Netzbetreiber, der passend Strom einspeist.

Elektrofahrzeuge lösen die Benziner ab – diese Entwicklung passiert gerade rasend schnell. Das führt zu einer Herausforderung für Städte und Gemeinden. Elektromobilität ist längst auch ein Thema für die Städteplanung und die komplette Infrastruktur geworden. Jeder Eigenheimbesitzer kann unterstützen und beispielsweise auf eigenen Solarstrom zurückgreifen, um das Netz zu entlasten und auch in der Zukunft den gröbsten Problemen vorzubeugen. Klar ist: Das Thema verliert nicht an Aktualität und bleibt spannend!